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Australien

Der rote Kontinent nimmt Fahrt auf, in Sachen Weinanbau. Der Export wächst und auch in Sachen Qualität brauchen die australischen Weine sich nicht mehr zu verstecken.

Australien kann sich heute als einen der führenden Weinproduzenten bezeichnen. Nur wenige andere Weinländer haben ihren Export in den letzten Jahren so stark erweitert und nur wenige Länder haben einen derart spektakulären Ausbau ihrer Weingärten miterlebt.

Drei Gebiete bringen das richtige Klima mit.

Der größte Teil Australiens ist zu warm und zu trocken, um Weinbau betreiben zu können. Dieser konzentriert sich deshalb auf die Gebiete Victoria, New South Wales und South Australia im Südosten des Kontinents, wo das Klima gemäßigt ist. Dennoch ist meist Bewässerung notwendig. An der Küste gelegene Weinberge profitieren vom kühlenden Einfluss des Meeres. Auch Western Australia bietet gute Bedingungen für den Weinanbau. Mit trockenen Sommern und kühlen Wintern könnte man das Klima in dieser Region als mediterran bezeichnen.

Die wohl bekanntesten der insgesamt 60 australischen Anbaugebiete sind Barossa Valley, Clare Valley, Hunter Valley, Margarete River, McLaren Vale, Mornington Peninsula sowie Swan Valley und Yarra Valley.

Wie fast überall in der Neuen Welt ist der Weinbau auch in Australien noch jung.

In Australien wird seit gut eineinhalb Jahrhunderten im nennenswerten Stil Weinbau betrieben. Noch bis weit in die 1950er Jahre galt für die Produktion von Wein: Hauptsache es ist süß und hat Prozente. Nicht dass es dem Land mit so vielen Einwanderern aus europäischen Weinländern, wie Italien und Deutschland, an einer Weintradition gemangelt hätte. Allerdings hatten nur wenige schon einmal etwas von Finesse gehört. Der Stil der australischen Weine hat sich inzwischen radikal geändert. Heute findet man einige Spitzenerzeugnisse und eine konstant gute Qualität.

Unter den Rebsorten gibt es einige Überraschungen.

Australien produziert hauptsächlich Varietal-Weine – also Weine, die zu mindestens 85% aus der gleichen Rebsorte bestehen. Daneben gibt es 50/50-Mischungen aus zwei Sorten. Australiens Nationaltraube ist die Shiraz. Obwohl der Shiraz genetisch betrachtet mit dem Syrah identisch ist, sind Gemeinsamkeiten mit den Syrah-Weinen von der Rhône kaum zu finden. Die australische Shiraz hat einen ganz eigenen Charakter, der sich durch eine hohe Fruchtreife auszeichnet.

Neben Shiraz wird in Australien auch viel Cabernet Sauvignon produziert. Auch hier gilt, dass die Spitzenweine sehr kräftig sind und über viel Tiefgang verfügen. Typisch australisch, mit der nötigen Fruchtigkeit, ist übrigens die Mischung aus diesen beiden Sorten.

Auch wenn man es wegen der Wärme nicht denken würde, ist der Pinot Noir ein sehr interessanter, australischer Wein. Allerdings gibt es in Australien diverse Regionen, wo es nicht so warm ist und die Temperaturen eher mit denen eines europäischen Weinbaugebiets wie der Bourgogne vergleichbar sind.

Bei den angebauten Weißweinsorten fallen einige ziemlich überraschende Namen auf: Sémillon und Riesling. Aus beiden Sorten werden sowohl trockene als auch edelsüße Weine produziert, häufig von verblüffend guter Qualität und mit einem überraschenden Reifungspotential. Der Sauvignon Blanc war in Australien bis vor Kurzem nur wenig verbreitet, aber dies hat sich drastisch geändert. Eine Spezialität mit einer langen, lokalen Tradition sind likörartige Dessertweine aus Muskattrauben.

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